Rundbrief

Nächster Rundbrief: 2.4.2019

Ausgewählte Veranstaltungen, Engagements und Engagamentmöglichkeiten in Freiburg
Hilfsangebote, Trends und Informationen

Editorial 4/2019

Ich glaube an das Alter,“ schrieb Rainer Maria Rilke am 13. Dezember 1905 an seinen Freund Arthur Holitscher. Denn „Arbeiten und Altwerden,“ führt Rilke aus, „das ist es, was das Leben von uns erwartet.

Im alltäglichen Verständnis klingt „Arbeiten und Altwerden“ als Erwartung an das Alter banal, konservativ, ja fast sogar rückwärtsgewandt. Aber Rilke war nichts von dem, und wenn er von den Erwartungen des Lebens an den Menschen schreibt, ist er zu seiner Zeit einer der Modernsten (und ist das meiner Meinung nach auch fast 100 Jahre nach seinem Tod geblieben). Denn in der Folge führt Rilke aus, was er Spektakuläres nach dem „Arbeiten und Altwerden“ erwartet von dem er denkt, dass es die Erwartungen des Lebens so gut erfüllt:


Und dann eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem, bis in die Sterne hinein.

Im Klartext: Rilke sieht ältere Menschen als Anfänger an! Und durch dieses Anfangen arbeiteten sie sich besser als die Jüngeren zum Verständnis, zur Liebe und zum Ahnen vor. Der geliebte, geahnte und verstandene Ort der Älteren hängt aber mit Fernem und Unsagbarem zusammen. Das Ferne und Unsagbare wiederum erblickt Rilke im Licht der Sterne. Unendliche Ferne also und weitere Dinge, die nur negativ zu beschreiben sind wie: Un-sagbares, Un-begreifliches, Un-gewusstes…ja wahrscheinlich meint er damit Absolutes, Übermenschliches oder Transzendentes, das uns anleitet und vorantreibt und unserem Streben eine Richtung gibt.

Nachdem Du Dir über das Editorial dieses Rundbriefs im April 2019 den Kopf zerbrochen hast, solltest Du es heute Abend nicht versäumen unter den gestirnten Himmel zu treten. Versuche nachzuvollziehen, was Rilke in seinem Aphorismus gemeint haben könnte. Für die Zuschrift Deiner Antworten bin ich sehr dankbar.

Nils Adolph

P.s.: Das ganze Zitat lautet: Ich glaube an das Alter, lieber Freund, Arbeiten und Alt-werden, das ist es, was das Leben von uns erwartet. Und dann eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem, bis in die Sterne hinein. (Rainer Maria Rilke an Arthur Holitscher, 13.Dez. 1905) und gefunden habe ich es hier.

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Kalender

Mit Liebe pflegen wir einen Kalender, der bereits viele Termine enthält. Über weitere Veranstaltungshinweise freuen wir uns. Senden Sie Ihre Tipps ans DNA-Team.

Gesprächscafé: 14. April '19

Wir finden Vielfalt und Inklusion schön. Uns nerven Werbung und Produkte, die Menschen vorschreiben, wie sie zu sein und was sie zu tun haben. Frauen sind schon immer mehr als niedlich und unterwürfig, Männer können im Alter nicht mehr als omnipotente Superhelden gezeichnet werden. Männer, die immer stark sein müssen, können nur schwer ihre Schwächen annehmen. Frauen, die darauf gedrillt sind, perfekt auszusehen, hauen seltener mit der Faust auf den Tisch.

Ausgehend von der Lektüre der beiden Bücher Alte Weiße Männer“ von Sophie Passmann (2019) und „Die neuen alten Frauen“ (2015) wird im Gesprächscafé am 14. April, ab 16:00Uhr, im Gemeinschaftsraum des Hausprojektes „schwereLos“ (Arne-Torgersen-Straße 7, Gutleutmatten-Ost) Nämliches thematisiert.

DNA- Marktplatz: 21. Mai '19

DNA bietet einen Marktplatz für Ihre eigenen Angebote und Ideen. Und DNA ist offen dafür, sich von Ihnen gestalten zu lassen. Den Anfang macht Darcy Ohlsen. Sie ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und körperorientierte Psychotherapie.

Am Mittwoch, 21. Mai 2019 laden Die Neuen Alten (DNA) um 19 Uhr in den Gemeinschaftsraum der Arne-Torgersen-Straße 7 (Gutleutmatten) zum Marktplatz ein. Bei Interesse melden Sie sich bitte einem Mitglied des Teams oder erfahren mehr über das Format im Mai Rundbrief

DIE NEUEN ALTEN (DNA)

mischen mit und schaffen eine Plattform mit digitalen und analogen Angeboten für die Neuen Alten  in Freiburg und der Region

Wer?

Wir reiten in die Stadt, der Rest ergibt sich…“

(Clint Eastwood)

Wir sind drei Menschen zwischen Mitte 30 und Ende 60, die der Wunsch eint, sich aktiv für gelingendes Altern in Freiburg einzusetzen. Entsprechend unserer indivi-duellen Talente kümmern wir uns bei DIE NEUEN ALTEN (DNA) im kleinen und grö-ßeren Kreis um Themen, die alte Menschen in Freiburg interessieren. Mitmacher*innen sind willkommen! Bislang engagieren wir uns ehrenamtlich, arbeiten jedoch an einer Professionalisierung.

Wie?

Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein.“

(Gustav Knuth)

Wir möchten dazu beitragen, dass Altwerden nicht mehr als Defizit verstanden wird und setzen uns für veränderte Altersbilder und eine Mitgestaltung städtischer Le-bensräume ein. Über www.dieneuenalten.org informieren wir über Themen wie Potentialförderung, Nachbarschaft, Medienarbeit und Freizeit ebenso wie „heiße Eisen“, z.B. Altersarmut und Pflege. Wir möchten über diese Plattform die Koordination aller Beteiligter und Betroffener in Freiburg voranbringen. Unter dem Dach der Genossenschaft SAG ES! eG knüpfen wir ein Netz, um Freiburg zu einer noch le-benswerteren Stadt für alle Altersstufen werden zu lassen. Unser Netzwerk umfasst wichtige lokale Partner wie das städtische Seniorenbüro und zahlreiche Träger der etablierten Altenhilfe, aber auch verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen.

Was?

Wenn Zukunft Perspektive ist, dann sollte man in der Gegenwart beginnen sie zu gestalten.“

(Sir Francis Bacon)

Mit DNA möchten wir in Freiburg eine zentrale digitale Plattform der sorgenden Verantwortungsgemeinschaft
(Caring Community) und des bürgerschaftlichen Engagements
etablieren und unterhalten. Wir wollen alte Menschen in Freiburg sichtbar
machen und eine Kultur der Mitgestaltung für gelingendes Altern fördern. DNA will
identifizieren und transparent machen, multiplizieren und übertragen, vernetzen, beraten,
Initiativen vor Ort unterstützen. Themenfelder sind:

  1. Engagement-Förderung und Partizipation mit dem Fokus der Stärkung der Selbstorganisationskräfte älterer Menschen und dem Aufbau sozialer Netzwerke
  2. Nachbarschaft/Wohnen im Quartier
  3. Medienarbeit: insbesondere die Rolle älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft
  4. Altersbilder/Vermeidung von Altersdiskriminierung
  5. Verbraucherschutz und Transparenz, Produktvorstellungen
  6. Freizeit, Bildung, Kultur und Sport

Unser Fokus ist die soziale Nachhaltigkeit. Mit Praktiken des gelingenden Alterns beschreiben wir die demografische Entwicklung als Chance für einen nachhaltigen sozialen Umbau der Kommune. Wir nutzen lokale Ressourcen.

Warum?

Wer die Welt verbessern will, kann gleich bei sich selber anfangen.“

(Astrid Lindgren)

Auf demografische Herausforderungen entwickeln wir lokale Antworten, von unten und vor Ort, im Sinne guter Praxis. Wir verstehen uns als Stadtmacher*innen, die die Daseinsvorsorge zwar weiterhin kommunal adressieren, allerdings auch mitgestalten und die persönlichen Talente in den Dienst des Gemeinwohls stellen. Wenn viele alte Menschen pflegebedürftig werden und junge Menschen ihre Arbeit vermehrt unter Gesichtspunkten der Vereinbarkeit wählen, kann gute Arbeit und gutes Altern politisch relevant und durchsetzbar werden.  Wir machen uns stark für gesellschaftliche Teilhabe und sind sicher, dass wir mit unserer Arbeit immer mehr Menschen erreichen können, die an einem guten Altwerden interessiert sind.

Unser team

Wollen Sie jemanden vom Team Kontaktieren, dann schreiben Sie den entsprechenden Vornamen vor die e-Mailadresse, also zum Beispiel: nils@dieneuenalten.org

Wer kann Mitmachen?

Grundlage potentieller Kooperationen sind unsere ethischen Grundsätze und Werte sowie unsere Unabhängigkeit. Wir gehen Kooperationen mit kommunalen, karitativen und sonstigen Unternehmungen, Verbänden und Institutionen sowie Vereinen, Netzwerken, Initiativen und Genossenschaften und Einzelpersonen ein, die im weitesten Sinne mit den Belangen älterer Menschen zu tun haben. Wir achten darauf, dass aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen im Sinne einer guten Verbindung aus Theorie und Praxis in unsere Arbeit einfließen.

Hilfe-App für's Smartphone









Alle die Verantwortung in ihrem sozialen Umfeld übernehmen sind ausdrücklich eingeladen, sich auf Ihre Art an DNA zu beteiligen. Kontaktieren sie jemand aus dem Team.

Was unsere Abonnentinnen sagten

Ich finde es sehr beeindruckend, dass Sie diesen Rundbrief fortschreiben.

Sollte sich mir irgendwann eine Möglichkeit auftun, Ihre Diesbzügliche Arbeit zu unterstützen, werde ich das gerne tun.

Anonym
Gehobenes Management

Danke für den Infobrief.

Ja. ich möchte gerne  weiterhin den kostenlosen Monatsbrief erhalten.                                                                  Mit Dank und freundlichen Grüßen

Anonym
unbekannte Rentnerin
Die Internet-Präsentation von DNA mit Zusammenfassung aller Freiburger Senioren-Aktivitäten ist eine hervorragende Idee und das Format ist sehr ansprechend. 
 
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!
Dr. Heiner Sigel
Freiburg-Rieselfeld

das Format deines neuen Rundbriefes gefällt mir sehr gut.

Liebe Grüße und frohe Zeit

Gitta Walchner
Unternehmensberaterin

danke für diesen DNA Brief, ich habe schon geglaubt ich bekomme die lokale Zeitung(Dernières Nouvelles d'Alsace;)

Vielleicht kaufe ich das Buch "wenn der Kopf hinaus geht, ganz weit fort".

Myriam
Mitarbeiterin www.abrapa.asso.fr

Der Rundbrief ist ja sehr voll mit Interessantem. Toll

Besten Dank und schöne Grüße

Michael Feller
www.inklusives-netzwerk-freiburg.de

Lieben Dank für den super tollen DNA Newsletter! Liest sich gut und ist prall an interessanten Infos.

Ursula & Hans-Jürgen Schweizer