Rundbrief

Aktueller Kalender

Mit Liebe pflegen wir einen Kalender, der bereits viele Termine enthält, die wir für neue Ältere als passend erachten. Über weitere Veranstaltungshinweise freuen wir uns, senden Sie gerne Ihre Tipps an jemanden vom Team.

Nächster Rundbrief: 1.3.2019

Dossier zum Thema "Nachbarschaftshilfen"
ausgewählte Veranstaltungen, Engagements in Freiburg und Hilfsangebote
Trends und Informationen

Editorial 2/2019

Für mich gibt es mindestens drei Heimaten.

Hier und heute soll Heimat für mich eine gelungene Entscheidung sein. Bis zum Ende meines eigenen Lebens kann ich mich richtig oder falsch entscheiden, für oder gegen eine Heimat. Trotz meiner Entscheidungsgewalt muss ich jedoch ebenfalls berücksichtigen, dass auch Sachverhalte die ich nicht entscheiden konnte (zum Beispiel unbewusste, passive, vorgeburtliche etc.) relevante Entscheidung bezüglich meiner Heimat sind. Diesen Gedanken illustriere ich gerne etwas krasser – mit der Flucht meines Opas aus seinem schlesischen Geburtsort.

Dass auch mein Opa sein Geburtsland nicht automatisch als »Heimat« empfinden musste (obwohl er es, glaube ich, tat), wird anhand Heinrich Heines Gedicht Die schlesischen Weber deutlich. Dort heißt es:

„Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande.“

Opas Entscheidung vor dem Krieg, seine Gebrochenheit nach dem Krieg (er lebte in einer Heimat, in der er eigentlich nicht leben wollte, und träumte von einer Heimat, die es so nicht mehr gab) spielen ebenfalls in das hinein, was ich »Heimat« nenne. Ich kannte ihn und kenne das – beispielsweise fahre ich Auto, obgleich ich weder Vergasen noch Explosionsmotoren oder Kollateralschäden mag.

»Heimat« ist für mich – ziemlich unabhängig von politisch-juristischen Definitionen oder Abstammungsprinzipien – ein subjektives Empfinden. Bei Wikipedia versucht man gewieft mein Empfinden in kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und zeiträumlichen Dimensionen zu fassen. Gleichgültig, wie genau: Ich freue mich Heimat bei „Die Neuen Alten“ und der inklusiven Sozial- und Seniorengenossenschaft SAG ES! zu empfinden und beim Gedanken an die Utopie dahinter: das Gegenüber als liebenden Menschen sehen dürfen.

Nils Adolph

 

P.s.: Sie können den Text auch im DNA-Blog lesen und kommentieren.

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Gesprächscafé 10. Feb. '19

Heimat – von den einen verehrt, überhöht, missbraucht oder eifersüchtig vor Fremdem geschützt, von den anderen verachtet, ungeliebt, lästig und als Einschränkung empfunden. Welche Rolle spielt Heimat für die hier Geborenen, für die Zugezogenen, für Migranten? Wie verändert sich das Empfinden von Heimat im Laufe der Lebensjahrzehnte? Ist Heimat der Grund und Boden, auf dem man geboren wird oder kann Heimat auch im Kopf, im Herz, in der Hand, in der Seele oder im Ritual jeweils aktualisiert werden?

Ausgehend von erinnerungsträchtigen Liedern bzw. Musikstücken werden wir im Gesprächscafé am 10. Februar, ab 16:00Uhr, im Familienzentrum der „Kita Grünschnabel“ (Arne-Torgersen-Straße 5, Gutleutmatten-Ost) das Thema „Heimat“ insbesondere in Hinsicht auf die Erfahrungen mit dem eigenen Alter thematisiert. Vorschläge für Musiktitel bitte bis 8. Februar an: nils@dieneuenalten.org

Netzwerk-Gespräch 27. März '19

Am Mittwoch, 27. März 2019 laden Die Neuen Alten (DNA) um 19 Uhr in den Gemeinschaftsraum der Arne-Torgersen-Straße 7 (Gutleutmatten) ein zu einem Netzwerkgespräch mit dem Thema: Nachbarschaftshilfen. 

Bitte geben Sie uns/gib uns bis zum 20. März 2019 Bescheid, ob Sie/Du am Netzwerkgespräch teilnehmen möchten/möchtest und gegebenenfalls auch einen Beitrag in Form eines kurzen Input-Referates geben möchtest. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und weitere Vernetzung! Mehr Infos im März Rundbrief oder bei einem Mitglied des Teams

DIE NEUEN ALTEN (DNA)

mischen mit und schaffen eine Plattform mit digitalen und analogen Angeboten für die Generationen 55+ in Freiburg und der Region

Wer?

Wir reiten in die Stadt, der Rest ergibt sich…“

(Clint Eastwood)

Wir sind drei Menschen zwischen Mitte 30 und Ende 60, die der Wunsch eint, sich aktiv für gelingendes Altern in Freiburg einzusetzen. Entsprechend unserer indivi-duellen Talente kümmern wir uns bei DIE NEUEN ALTEN (DNA) im kleinen und grö-ßeren Kreis um Themen, die alte Menschen in Freiburg interessieren. Mitma-cher*innen sind willkommen! Bislang engagieren wir uns ehrenamtlich, arbeiten jedoch an einer Professionalisierung.

Wie?

Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein.“

(Gustav Knuth)

Wir möchten dazu beitragen, dass Altwerden nicht mehr als Defizit verstanden wird und setzen uns für veränderte Altersbilder und eine Mitgestaltung städtischer Le-bensräume ein. Über www.dieneuenalten.org informieren wir über Themen wie Potentialförderung, Nachbarschaft, Medienarbeit und Freizeit ebenso wie „heiße Eisen“, z.B. Altersarmut und Pflege. Wir möchten über diese Plattform die Koordina-tion aller Beteiligter und Betroffener in Freiburg voranbringen. Unter dem Dach der Genossenschaft SAG ES! eG knüpfen wir ein Netz, um Freiburg zu einer noch le-benswerteren Stadt für alle Altersstufen werden zu lassen. Unser Netzwerk um-fasst wichtige lokale Partner wie das städtische Seniorenbüro und zahlreiche Träger der etablierten Altenhilfe, aber auch verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen.

Was?

Wenn Zukunft Perspektive ist, dann sollte man in der Gegenwart beginnen sie zu gestalten.“

(Sir Francis Bacon)

Mit DNA möchten wir in Freiburg eine zentrale digitale Plattform der sorgenden Verantwortungsgemeinschaft
(Caring Community) und des bürgerschaftlichen Engagements
etablieren und unterhalten. Wir wollen alte Menschen in Freiburg sichtbar
machen und eine Kultur der Mitgestaltung für gelingendes Altern fördern. DNA will
identifizieren und transparent machen, multiplizieren und übertragen, vernetzen, beraten,
Initiativen vor Ort unterstützen. Themenfelder sind:

  1. Engagement-Förderung und Partizipation mit dem Fokus der Stärkung der Selbstorganisationskräfte älterer Menschen und dem Aufbau sozialer Netzwerke
  2. Nachbarschaft/Wohnen im Quartier
  3. Medienarbeit: insbesondere die Rolle älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft
  4. Altersbilder/Vermeidung von Altersdiskriminierung
  5. Verbraucherschutz und Transparenz, Produktvorstellungen
  6. Freizeit, Bildung, Kultur und Sport

Unser Fokus ist die soziale Nachhaltigkeit. Mit Praktiken des gelingenden Alterns beschreiben wir die demografische Entwicklung als Chance für einen nachhaltigen sozialen Umbau der Kommune. Wir nutzen lokale Ressourcen.

Warum?

Wer die Welt verbessern will, kann gleich bei sich selber anfangen.“

(Astrid Lindgren)

Auf demografische Herausforderungen entwickeln wir lokale Antworten, von unten und vor Ort, im Sinne guter Praxis. Wir verstehen uns als Stadtmacher*innen, die die Daseinsvorsorge zwar weiterhin kommunal adressieren, allerdings auch mitgestalten und die persönlichen Talente in den Dienst des Gemeinwohls stellen. Wenn viele alte Menschen pflegebedürftig werden und junge Menschen ihre Arbeit vermehrt unter Gesichtspunkten der Vereinbarkeit wählen, kann gute Arbeit und gutes Altern politisch relevant und durchsetzbar werden.  Wir machen uns stark für gesellschaftliche Teilhabe und sind sicher, dass wir mit unserer Arbeit immer mehr Menschen erreichen können, die an einem guten Altwerden interessiert sind.

Unser team

Wenn Sie jemanden vom Team Kontaktieren möchten, dann schreiben Sie den entsprechenden Vornamen vor die e-Mailadresse, also: name@dieneuenalten.org, zum Beispiel also: peter@dieneuenalten.org

Wer kann Mitmachen?

Grundlage potentieller Kooperationen sind unsere ethischen Grundsätze und Werte sowie unsere Unabhängigkeit. Wir gehen Kooperationen mit kommunalen, karitativen und sonstigen Unternehmungen, Verbänden und Institutionen sowie Vereinen, Netzwerken, Initiativen und Genossenschaften und Einzelpersonen ein, die im weitesten Sinne mit den Belangen älterer Menschen zu tun haben. Wir achten darauf, dass aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen im Sinne einer guten Verbindung aus Theorie und Praxis in unsere Arbeit einfließen.

Alle die Verantwortung in ihrem sozialen Umfeld übernehmen sind ausdrücklich eingeladen, sich auf Ihre Art an DNA zu beteiligen. Kontaktieren sie jemand aus dem Team.

Was unsere Abonnentinnen sagten

Ich finde es sehr beeindruckend, dass Sie diesen Rundbrief fortschreiben.

Sollte sich mir irgendwann eine Möglichkeit auftun, Ihre Diesbzügliche Arbeit zu unterstützen, werde ich das gerne tun.

Anonym
Gehobenes Management

Danke für den Infobrief.

Ja. ich möchte gerne  weiterhin den kostenlosen Monatsbrief erhalten.                                                                  Mit Dank und freundlichen Grüßen

Anonym
unbekannte Rentnerin
Die Internet-Präsentation von DNA mit Zusammenfassung aller Freiburger Senioren-Aktivitäten ist eine hervorragende Idee und das Format ist sehr ansprechend. 
 
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!
Dr. Heiner Sigel
Freiburg-Rieselfeld

das Format deines neuen Rundbriefes gefällt mir sehr gut.

Liebe Grüße und frohe Zeit

Gitta Walchner
Unternehmensberaterin

danke für diesen DNA Brief, ich habe schon geglaubt ich bekomme die lokale Zeitung(Dernières Nouvelles d'Alsace;)

Vielleicht kaufe ich das Buch "wenn der Kopf hinaus geht, ganz weit fort".

Myriam
Mitarbeiterin www.abrapa.asso.fr

Dder Rundbrief ist ja sehr voll mit Interessamten. Toll!

Besten Dank und schöne Grüße

Michael Feller
www.inklusives-netzwerk-freiburg.de