Inklusion ist sozial und nachhaltig

Nils Adolph
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Warum das so ist überlegt sich Nils Adolph zusammen mit Darcy Ohlsen im Editorial des DNA-Rundbriefs im Oktober 2019.


Das hat seinen Grund in der Natur: Säugetiere brauchen die Gemeinschaft, um überleben zu können. So nüchtern kann man das sagen. Also bin ich als Mensch ein soziales Wesen. Mein soziales Wesen zeigt sich besonders gut an Babybeinchen und in der einseitig abhängigen Kindheit. Auch als Erwachsener und später vielleicht hilfsbedürftiger, älterer Mensch bleibe ich existentiell auf mein meinen Mitmenschen angewiesen.

Beispiele gefällig? Gerade jetzt und hier schreibe ich gespannt an diesem Text für Dich mit dem Ziel, dass Du mich als Teil Deines Lebensbereichs „Wissens- und Kenntniserwerb“ anerkennst. Fast völlig entspannt hingegen kann ich es beim „Wohnen“ angehen lassen. Hier bin ich gut in mein selbstverwaltetes Wohnprojekt schwereLos inkludiert.

An den beiden Beispielen wird mir augenfällig, dass nicht das oftmals omnipotent scheinende Geld, sondern die Inklusion in verschiedene Lebensbereiche mein gutes Leben sichert: Wozu also Geld, wenn die Bäckerei Euch gehört? Insofern ist nicht materielle Anhäufung sondern das Eingebettetsein (Inklusion) in die menschliche Gemeinschaft der wesentliche und nachhaltige Leitstern.

Sozial ist dieser Leitstern, weil Gemeinschaft immer das Gegenüber einschließt. Öffnet sich mein Gegenüber für mich nicht, beispielsweise weil es mit Schimpfen beschäftigt ist (vgl. Peter Handke 1966), dann erzwingt sein Schimpfen eine Distanz zwischen uns. Stimme ich dem Schimpfer in seinem respektlosen Urteil über mich zu (was auch schweigend passieren kann) und distanziere ich mich nicht, dann schließe ich mich unter Umständen sogar von meinen ureigensten Bedürfnissen aus.

Mir passiert das öfter mal. Zuerst verkenne ich dabei die Anerkennungsbedürfnisse des Gegenübers, dann vergesse ich meine eigene Selbstwertschätzung. Unter lang anhaltendem Schimpfbeschuss werden mir sogar meine eigenen Bedürfnisse fremd. Meist hilft ein freundliches Gespräch wieder zurück aufs Gleis, auch mit professioneller Beratung, Coaching, Therapie, Mediation, Meditation und Seelsorge bin ich öfter schon gut gefahren. Zum „Netzwerkgespräch“ am 23.10.2019 hat DNA fünf verschiedene Hilfsangebote eingeladen und die Stadt Freiburg macht zum Welttag der Seelischen Gesundheit (10.-16-10) ebenfalls fünf Angebote. Komm vorbei und probiers aus!

Auf baldiges Wiedersehen,

Nils Adolph und Darcy Ohlsen

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