Helfer*innenportal macht Corona-Hilfen nachhaltig

Zusammenarbeit als Markenzeichen des Helferportals

Im Helferportal der SAGES eG warten derzeit 216 helfende Hände auf Hilfsgesuche. Wir konnten in zahlreichen Fällen helfen.Nicht jeder, der sich gemeldet hatte, kam zum Einsatz. Gleichzeitig gingen und gehen viele Hilfsgesuche auch an Corona-Hilfen im jeweiligen Quartier. Uns hat im Rückblick sehr gefreut, das unser Helferportal eingebettet war in dutzende anderer Angebote und nun die Stadt Freiburg mit www.freiburghaeltzusammen.de (#fhz) dafür eine Plattform geschaffen hat. Damit hat die Corona Pandemie den Wert von nachbarschaftlicher Zusammenarbeit neu definiert.

Normaler“ Pflegenotstand statt Lockdown

Wir freuen uns über den Fahrplan zur schrittweisen Lockerung der Corona-Beschänkungen der Landesregierung. Wir sollten uns klar machen: auch wenn das Virus vollständig unter Kontrolle ist, gibt es immer mehr Menschen, die zu Hause nachbarschaftliche Hilfe benötigen. Im demografischen Wandel steigt der Hilfsbedarf bis zum Jahr 2060 kontinuierlich an. Unser Kernanliegen ist es, in dieser Situation dauerhaft Hilfe zu leisten. Dafür propagieren wir als gemeinnützige Sozialgenossenschaft SAGES e.G. das Konzept einer „digitalen Nachbarschaftshilfe“. Was das ist, erklärt ein Artikel in der Zeitschrift „Sozialwirtschaft aktuell“ .Auch von der Software AG Stiftung wird unser Projekt sehr schön beschrieben (kann hier nachgelesen werden).

Lagebericht von der „Vermittlungsfront“

In der Vermittlungspraxis sammelten wir vielfältigste Erfahrungen. Zwischen unserem „Traumpaar“ (Wir haben sogar am gleichen Tag Geburtstag!“) und dem Fall für den keine helfende Hand gefunden wurde, kam alles vor. Wir erfuhren: immer wieder gibt es über die Corona-Hilfe hinaus vielfältigen Hilfsbedarf. Ein wichtiges Ergebnis: mit Einverständnis der Hilfsbedürftigen besucht unsere Fachkraft zusammen mit dem oder der Helfer*in die hilfsbedürftige Person, um ein fundiertes Gespräch zu führen und eine Situationsbeurteilung vorzunehmen. Für die Helfer*innen gibt es seit Mai 2020 die Möglichkeit, sich eine Aufwandsentschädigung als Vergütung auszahlen zu lassen, Bonus-Punkte zu sammeln oder die erwirtschaftete Leistung an einen Solidaritäts-Fonds zu spenden. Die Voraussetzung dafür ist, daß wir seit kurzem offiziell Entlastungsleistungen mit den Pflegekassen abrechnen dürfen.

Die nächsten Schritte des Helferportals

  1. Sobald es zulässig ist, werden wir fortlaufend 3 mal pro Monat jeweils 4 kostenfreie Unterrichtsstunden durch eine ausgebildete Pflegefachkraft anbieten. Damit machen wir uns und unsere Helfer*innen fit. (rechtliche Bedingungen, Krisen, Notfälle, Umgang mit Krankheitsbildern, hauswirtschaftliche Basiskenntnisse). Nach 32 Stunden seid ihr nicht nur offiziell zugelassen im häuslichen Bereich Betreuungs- und Entlastungsaufgaben zu übernehmen, sondern diese Hilfeleistungen können dann auch mit Krankenkassen über uns abgerechnet werden
  2. Bereits jetzt starten wir nach Terminvereinbarung eine Sprechstunde für individuelle Fragen und Herausforderungen und sobald zulässig 1 Mal monatlich eine offene Sprechstunde.
  3. Voraussichtlich ab Juni werden wir Infoveranstaltungen in der Lokhalle Freiburg organisieren. Dort haben wir die dann Möglichkeit in Schulungs- und Seminarräumen ausführlich über die Vorteile und Möglichkeiten einer „digitalen Nachbarschaftshilfe“ zu informieren. Termine dazu geben wir rechtzeitig bekannt. Herzliche Einladung gerade auch an Quartiers- und Bürgervereine, sich ein Bild zu machen.

Bitte um Mithilfe

Unsere gemeinnützige Arbeit an der Nachhaltigkeit von Nachbarhilfen finanzieren wir auch über einen Spendenaufruf bei betterplace. Bislang konnten wir dort 210€ einwerben, das sind nur 6% der anvisierten Gesamtsumme. Würde die Gesamtsumme verdoppelt, wären wir sogar in der Lage ein weiteres Nachhaltigkeitsprojekt starten, z.B. Präventive Hausbesuche. Spenden Sie bitte mit!

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