Die Messe „Leben und Tod“ findet ausschließlich im Internet statt

„Wir müssen mal reden…“ lautet das Motto der ersten Messe „Leben und Tod“ in Freiburg am Freitag, 23. und Samstag, 24. Oktober. Ins Gespräch kommen Veranstalter, Referenten und Besucher nun jedoch wegen der steigendenCorona-Infektionszahlen ausschließlich im Internet.

„Den inhaltlichen Austausch wird die neue Planung gewiss nicht schmälern – das wissen wir aus dem Mai dieses Jahres, als wir die Bremer „Leben
und Tod“ mit viel Erfolg und Zuspruch rein virtuell veranstaltet haben“, sagt Projektleiterin Meike Wengler von der Messe Bremen, die das Format erstmals nach Süddeutschland bring. Seinerzeit beteiligten sich mehr als 38.000 Interessierte.

Digitaler Nachlass und Trostpartner-Vermittlung

Zu den Themen der Vorträge gehören dabei Fragenmitten aus dem digitalen Zeitalter – beispielsweise: Wir veröffentlichen Fotos in sozialen Netzwerken
und kaufen Kleidung in Onlineshops – doch was passiert eigentlich mit all diesen Daten, wenn wir sterben? Den Vortrag von Referentin Birgit Aurelia Janetzky (Freitag, 13.30 bis 14.15 Uhr) über den richtigen Umgang mit dem digitalen Nachlass können Interessierte kostenlos und ohne Voranmeldung online verfolgen.

Im Rahmen der Messe präsentieren rund 55 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen mithilfe des Internet. Neben Vereinen und Beratungsstellen
sind traditionelle ebenso wie junge Unternehmen vertreten. Darunter Jennifer Arndt-Lind und Hendrik Lind, die Gründer von „TrostHelden“, Deutschlands erster Online-Trostpartner-Vermittlung.

Doch auch wer auf der Suche nach klassischen Beratungsformen und Hilfsangeboten ist, wird auf der ’Leben und Tod’ fündig. In der kostenfreien virtuellen Ausstellung präsentieren sich Bestattungsunternehmen, Hospiz- und Palliativvereine ebenso wie die regionalen Landeskirchen.

Darüber hinaus sind aber auch Hersteller von Erinnerungsschmuck oder Anbieter von Urnen aus ökologischen Materialien wie Holz und Papier vertreten. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Information. „klartext!“ etwa ist ein kostenloses und anonym zu nutzendes Beratungsangebot speziell
für trauernde junge Menschen, die über Telefon oder Internet Hilfe suchen.

Eine Premiere unter besonderen Vorzeichen

„Gerade die Corona-Pandemie hat die Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein in den Mittelpunkt gerückt. Eine Messe, die den Themen Sterben, Trauer und Tod einen besonderen Raumbietet, ist hier in der Region einmalig. Daher freue ich mich,
dass Freiburg in diesemJahr nicht auf die Premiere der ’Leben und Tod’ verzichten muss, sondern als digitales Format stattfinden kann“, so Freiburgs
Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach.

Leben und Tod, Freitag, 23. und Samstag, 24. Oktober. Interessenten können die virtuelle Messe sowie die offenen Vorträge kostenfrei und ohne Voranmeldung ab dem 23. Oktober online verfolgen. Wer sich fortbilden möchte, kann sich zudem noch zum Online-Kongress (inklusive Pflegepunkten) anmelden. Mehr Informationen sowie das vollständige Programm gibt es auf der Webseite www.leben-und-tod.de.

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