Freiburger Seniorenbüro mit Doppelpaukenschlag

Onlinevortrag von Hanna Tritschler zu den Tätigkeiten und Aufgaben des Seniorenbüros sowie neue Publikation über Freiburg: „Sozialplanung für Ältere„.

Vor wenigen Tagen hat Hanna Tritschler im Gespräch mit Ria Hinken die Aufgaben und Tätigkeiten des Freiburger Seniorenbüros online vorgestellt (DNA-Rundbrief). Das daraus konsequenterweise dieses Online-Filmchen bei Youtube geworden ist, das außerdem auch sehr informativ, gut verständlich und kurzweilig ist, freut mich um so mehr.

Im Film wird auch die DRUCKSACHE G-21/066 erwähnt, also die brandaktuelle „Sozialplanung für Ältere“ in Freiburg. Dieses 47-Seitige Machwerk umfasst auf der einen Seite einen Bericht mit den aktuellen Zahlenständen, z.B. wie viele Beratungsstellen gibt es in Freiburg, was wird für Diversität in der Pflege getan? Wie viele geförderte und frei finanzierte Wohnungen im Betreuten Wohnen und Servicewohnen gibt es? (Adressen und Ansprechpartner*innen sind indes nicht im Sozialplanungsbericht aufgeführt sondern >hier< zu suchen oder telefonisch zu erfragen, Tel: 0761201-3032)

Auf der anderen Seite geht es im Sozialplanungsbericht um konkrete Zukunftsplanungen. Das sind zum Teil sehr klare Zahlen. Zum Beispiel stellt der Bericht fest, dass bis zum Jahr 2030 168 Tagespflege- und 30 Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen sind. Sachverhalte indes, die sich nicht so leicht aus der demografischen Entwicklung ableiten lassen, bleiben hingegen etwas dunkel.

Genannt werden muß in diesem Zusammenhang die Frage nach gemeinschaftlichem Wohnen im Alter und der offensichtliche Mangel an Pflegefachkräften. Wohl hat die Stadt Freiburg zusammen mit dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bereits 2019 erstmalig eine Kommunale Gesundheitskonferenz eingerichtet. Sie soll koordinieren, beraten und vernetzen. Aber eine echte Steuerungskompetenz mangelt auch dieser Konferenz. Dies rührt nicht zuletzt aus der marktwirtschaftlichen Organisation der Pflege, des Wohnens und dem damit verbundenen freien Wahlrecht eines Pflegeservices. Einen Effekte dieser kapitalgetriebenen Organisation beschreiben Soziologen als Pflegenotstand, also dem leergefegten Wohnungsmarkt und dem mangelnden Angebot helfender Hände. Die Effizienz lässt in jedem Fall zu wünschen übrig.

Aus diesen Gründen kann fast jeder Mensch, z.B. über die digitale Nachbarschaftshilfe “Helferportal”, hilfebedürftigen Menschen in seiner Nachbarschaft helfen.

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