„DigitalPakt Alter“ stärkt digitale Teilhabe und Souveränität von älteren Menschen

Am 1. Oktober ist der Internationale Tag der älteren Menschen. Er steht unter dem Motto „Digitale Gerechtigkeit für alle Altersgruppen“. Ausgerufen wird der Tag von den Vereinten Nationen und er setzt den Fokus auf die Altersgruppe, die weltweit am wenigsten an der digitalen Transformation teilhat. Vielerorts fehlt den über 60-Jährigen an der passenden Infrastruktur, an inklusiven Systemen sowie an leicht zugänglichen Angeboten zum digitalen Kompetenzerwerb.

Das will der DigitalPakt Alter ändern. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen hat ein breites Bündnis von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gebildet. Das gemeinsame Ziel: älteren Menschen digitale Teilhabe zu ermöglichen – für ein selbstbestimmtes Leben, auch im hohen Alter.

DigitalPakt Alter: Angebote sichtbar machen und ausbauen

Viele Ältere besitzen zwar ein Smartphone, doch nur die Hälfte der über 70-jährigen Nutzerinnen und -Nutzer weiß, wie man Apps oder Updates installiert. Im Achten Altersbericht der Bundesregierung sind diesbezüglich fünf Lebensbereiche definiert, in denen digitale Kompetenzen das Leben älterer Bürgerinnen und Bürger verbessern können: soziale Integration, Sozialraum, Wohnen, Mobilität und Gesundheit/Pflege. Der DigitalPakt Alter fördert gezielt Angebote, die den Kompetenzerwerb in diesen Bereichen vorantreiben.

Digitale Kompetenzen bringen Lebensfreude

Es geht nicht nur um die Notwendigkeit der niedrigschwelligen Vermittlung digitaler Kompetenzen. Es geht auch darum zu verdeutlichen, wie viel Spaß Ältere am Umgang mit digitalen Medien haben oder zukünftig haben könnten. Digital um die Welt reisen, das Gedächtnis kurzweilig trainieren, mit der Familie videochatten, online Einkaufen: Gerade Neulinge lernen schnell, wieviel Spaß das machen kann. Der DigitalPakt Alter will diese positiven Erfahrungen stärken und ausweiten, um Älteren einen sicheren und selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen.

Aufgabe in der neuen Legislaturperiode

„Die neue Bundesregierung muss die digitale Teilhabe älterer Generationen aktiv vorantreiben“, so die stellvertretende BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner. Zahlreiche Studien belegen, dass vor allem soziale Faktoren zu einer digitalen Spaltung unserer Gesellschaft führen. Das gilt insbesondere für die Gruppe der Älteren. Görner: „Wir fordern, dass Seniorinnen und Senioren flächendeckend Zugang zum Internet haben, und sie befähigt werden, es sicher zu nutzen. Dafür bedarf es finanzieller Hilfen sowie niedrigschwelliger und zielgruppenspezifischer Informations- und Bildungsangebote. Das darf nicht von der Bereitschaft des Einzelnen, seiner materiellen Lage oder seinen Bildungsvoraussetzungen abhängen. Gleichzeitig muss auch die Technik selbst nutzerfreundlicher werden“, so die Leiterin der BAGSO-Fachkommission „Digitalisierung“.

Mehr Informationen unter: www.digitalpakt-alter.de

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