Hilfe geben und dabei sich selbst helfen

(Artikel aus der Stadtteilzeitung Weingarten Dez.21-Jan.22 von Nils Adolph)

Arbeitslose gründeten 2004 die SAGES eG, um sich als Servicedienstleister für Senioren und Familien anzubieten. Die nächsten 14 Jahre fanden bis zu 30 Arbeitslose als Haushaltshilfe, HausmeisterInnen, GärtnerInnen, AssistentInnen und BegleiterInnen Arbeit. Nach 14 Jahren aber drohte 2018 der Konkurs. Was war geschehen?

Keine Ahnung! Denn 2018 wohnte ich noch im Binzengrün, war als arbeitsloser Philosoph gemeldet und erledigte verschiedene Jobs gleichzeitig. 2019 dann Auszug
aus dem Haus der Stadtbau und rein ins eigene Wohnprojekt nach Halsach-Gutleutmatten, gleichzeitig Engagement bei der SAGES für deren Neuausrichtung. 2020
kam der Bescheid vom Finanzamt Freiburg: „SAGES eG ist gemeinnützig!“ Wir konnten neu durchstarten. Diesen Bescheid kommentierte damals Günter Rausch: Die SAGES kommt zu Dir, wie die Jungfrau zum Kinde.“ „Hä, wie hat er das denn gemeint?“

Ist die SAGES etwa ein Kind und ich wie eine Jungfrau? Dann habe ich wohl zusammen mit den anderen vier Festangestellten viele wichtige Aufgaben übernommen. Beispielsweise zuverlässige BegleiterInnen suchen für über 40 hilfsbedürftige Ältere beim Kochen, Einkaufen, Putzen und in der Freizeit. Derzeit werden acht HelferInnen in Weingarten gesucht!

Vielleicht wollte Günter auch das Gegenteil damit sagen? Dann wäre ich also ein Kind und die SAGES wie eine Jungfrau-Mutter. Tatsächlich überlässt mir die SAGES als Mutter seit 2020 ein sicheres Gehalt und zahlt an die freiwilligen HelferInnen mittlerweile zusammen mehr als 10.000€ monatlich aus.

Zusammenfassend kann ich sagen: „Die SAGES ist tot, es lebe die SAGES!“ Im Büro sind ehemalige Arbeitslose fest angestellt, bei den Services machen viele mit, die arbeitslos sind, Grundsicherung erhalten oder einen anderen anständigen und rechtschaffenen Lebensstil pflegen. Genau wie damals 2004 als alles begann…

Mehr Infos, Fragen, Anregungen?

Tel: 0761/45891846, info@sages-eg.de Fordern Sie kostenlose Infos, Notfallkarten oder unser überraschendes Pixie-Heft oder über: www.dieneuenalten.org den
monatlichen Rundbrief per e-Mail.

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